Hans Krogmann

Präsidentenbericht 2001/2002

Präsident: Hans Krogmann
Vizepräsident: Rolf Peter Minnier
1. Sekretär: Frank-Rüdiger Jach
2. Sekretär: Phillipe Hendrickx
Schatzmeister: Gerhard Emmerich
1. Clubmeister: Georg Friedrich Schade
2. Clubmeister: Jans-Paul Ernsting
Clubdienst (A): Dietrich Kröncke
Berufsdienst (B): Dirk v. d. Wroge
Gemeindienst (C): Klaus Mlynek
Intern. Dienst (D): Hans Kindsvater
Jugenddienst: Hartmut Stielow
Koordinator: Fred Stang

Jahresmotto Präsident R.L Richard D. King:
"Den Menschen verpflichtet"

Freundschaft verbreitern und vertiefen, den Gemeindienst verstärken, aktuelle gesellschaftspolitische oder wirtschaftliche Tendenzen kritisch hinterfragen, das Ganze durchwirken und umrahmen durch attraktive Sonderveranstaltungen mit und ohne unsere Damen, das waren die Ziele meines Amtsjahres, welches ich in Anlehnung an das Motto von Rotary International unter ein eigenes Motto "Sein statt Haben" gestellt habe. "Sein statt Haben" als Vision verstanden, nachdem immer mehr Menschen:
  • den Glauben an eine Beherrschung der Natur durch allmächtige Technik (Stichworte: Seveso und Tschernobyl)
  • den Glauben an nationale, religiöse und rassische Identitätsbildungen (Stichworte: Sarajewo, Solingen, Jerusalem)
  • den Glauben an Beschäftigung und soziale Sicherheit durch grenzenloses Wachstum, Globalisierung und Shareholder Value verloren haben und die Folgen unseres Lebensstils hinterfragen.
Ich wollte gern über unsere Vorträge diese Themen aufgreifen und Freund Kröncke hat diese Aufgabe über 17 Fremdvorträge, 8 Vorträge aus dem eigenen Freundeskreis und im Rahmen von 12 sonstigen Veranstaltungen, wie z.B. Vorträgen von Kandidaten hervorragend gelöst.

Zum Ende seiner langjährigen Gemeindienstarbeit - hierfür sei im Rahmen dieses Jahresberichtes ausdrücklich gedankt - waren Freund Mlynek und ich uns einig in dem Bemühen, den Gemeindienst deutlicher in das Bewusstsein der Freunde und der Öffentlichkeit zu tragen.

Wir haben der Stadtbibliothek die Restaurierung der Chronik der Sachsen und einer Handschrift des Bartolus de Saxoferrato finanziert und im Rahmen eines Clubmeetings übergeben.

Wir haben die Arbeit des Vereins Downsyndrom gefördert und kennengelernt. Das Projekt "Anstoß" des Männerbüro Hannover e.V. wurde maßgeblich unterstützt. Alle Projekte wurden auch öffentlich bekannt gemacht. Die Krisenwohnung für suizidgefahrdete Jugendliche, das Rollende Kinderhaus "Traktormobil" und die Aussiedlerbetreuung durch Frau Moritz waren weitere Projekte.

Die Vertiefung der Freundschaft war Mittelpunkt meiner Arbeit. Freundschaft, die nicht an der Haustür Halt macht. Welch schöneres Geschenk konnte ich mir selbst machen, als zu erleben, dass auf den drei Präsidentenfrühschoppen weitere Duz-Freundschaften geschlossen wurden.

Wie kann stärker die Freundschaft und Hilfsbereitschaft unseres Clubs zum Ausdruck gebracht werden als in der Aufzählung der Sonderveranstaltungen. Zoobesuch bei Freund Machens, Aalessen, Singen und Wandern in Bad Zwischenahn - perfekt organisiert von Freund Schade -, Adventsfeier in der Kirche zu den 1000 Rittern in Lenthe - ohne Freund Böttcher nicht vorstellbar - und gekrönt von einer Einladung zu einer Adventstafel im Hause von Richthofen. Zünftige Feuerzangenbowle nach bewährtem "Rezept" von Freund Stang.

Unser großer Kaminabend im Leineschloss, verbunden mit dem 30jährigen Jubiläum unseres Clubs mit dem unnachahmlichen Vortrag über das Leineschloss von Freund Meiners. Freund Lange verdanken wir unser etwas anderes Meeting in der Münchener Halle auf dem Messegelände. High Tea servierte uns Freund Holtmann und den Himalaya bestiegen wir natürlich mit Freund Friedemann.

Wir hatten auch die Gemeinschaftsveranstaltung der Hannoverschen Clubs auszurichten. Das 90 bzw. 10jährige Doppeljubiläum des Georgspalastes bzw. des GOP schien uns die richtige Bühne zu sein. Der Zuspruch war überwältigend und forderte das ganze Organisationstalent von Freund Jach bei der Platzbelegung.

Die Enge des Programmes führte dazu, den Besuch unserer französischen Freunde mit unserer Clubreise zu verbinden. Sie führte nach Lübeck und Ratzeburg. Auf dem Programm standen ein Empfang der Stadt im Audienzsaal des Rathauses, eine Schiffstour, Buddenbrookmuseum im 100. Jahr des Erscheinens von Thomas Manns größtem Prosawerk, Kaffee trinken bei Niederegger, Stadtrundgang, Fahrt durch die Wakenitz nach Ratzeburg, ein privates Orgelkonzert im Ratzeburger Dom und ein Besuch des Barlachmuseums. Die starke Präsenz unserer Freunde des RC Domont-Ecouen war ein ermutigendes Indiz für eine Wiedererstarkung unserer Beziehungen.

All dies hätte niemals ein Präsident alleine leisten konnen. Nur die Gemeinschaft von Freunden, wo sich jeder nach seinen Möglichkeiten bestmöglich einbringt, macht ein solches Programm möglich. Die stets hohe Präsenz war das größte Geschenk der Freunde für die Organisationsarbeit. An dieser Stelle danke ich meinem Vorstand und allen Freunden herzlich für die jederzeitige Unterstützung in meinem Amtsjahr.

Viele schöne Meetings habe ich mit Regularien eröffnet. Hier schließe ich den Bericht mit Formalien für die Chronik. Auch diesbezüglich hatte ich Glück. Wir hatten keinen Verlust eines Freundes zu beklagen. Freund Weber fand eine neue rotarische Heimat beim RC Mödlingen in Österreich. Die Freunde Sommer, Vogt und Denkena fanden neu zu uns. Zwei Freunde durfte ich als Paul-Harris-Fellow auszeichnen.

Im 30. Jahr unseres Bestehens Freund Koch für seine Verdienste als Präsident in unserem 25. Jubiläumsjahr und seine jahrelange "Sekretariatshilfe". Freund Vissac vom RC Domont-Ecouen erhielt die Saphirnadel für seine Arbeit zur Verstetigung der Freundschaft unserer Clubs. Im Gegenzug ehrte Präsident Hutehinsou Freund Kindsvater mit der Verleihung der Paul-Harris-Fellow-Nadel für die entsprechende jahrelange Arbeit in unserem Club.

Am Ende meines Amtsjahres empfinde ich Dank und Freude. Ich habe, was ich schon immer geahnt und gespürt habe, konkret bestätigt gefunden: Der Rotary Club Leineschloss ist nicht irgendein Club, sondern ein ganz besonderer, einer, in dem sich jeder auf jeden verlassen kann, Einer, in dem Freundschaft und Engagement nicht bloß leere und hehre Worte sind. Ein Club, der sagen kann: "Sein statt Haben".

Hans Krogmann