Dr. Rolf Peter Minnier

Präsidentenbericht 2002/2003

Präsident: Minnier
Vizepräsident: Röhler
Pastpräsident: Krogmann
1. Sekretär: Holtmann
2. Sekretär: Beigel
3. Sekretär: Linnewedel
Schatzmeister: Emmerich
1. Clubmeister: Hendrickx
2. Clubmeister: Ernsting
Jugenddienst: Stielow
Mitglied A (Club-, Vortragsdienst: Pohlhausen
Mitglied B (Berufsdienst): v. d. Wroge
Mitglied C (Gemeindienst): Otte
Mitglied D (Internationaler Dienst): Kindsvater
Koordinator: Stang

Unter dem zumindest in der deutschen Fassung "Rotary mit Herz und Hand" meinen eigenen Vorstellungen sehr entgegenkommenden Motto von R. I. starteten wir in ein rotarisches Jahr in dem nach vielfach geäußertem Wunsch wieder stärker auf die Ressourcen des eigenen Clubs zurückgegriffen werden sollte. Daher wurden sowohl die Vorträge bei den wöchentlichen Meetings als auch bei den Abendveranstaltungen mit unseren Damen weitgehend von Freunden aus dem eigenen Club bestritten.

So zeichnete im Rahmen eines 5. Montags im Monat z.B. für uns Frd. Spengelin vor dem Panoramablick aus dem 14. Stock des Uni-Gebäudes sehr ansebaulich die Entwicklung der Stadt und ihrer Universität nach, Frd. Kösters lud uns zu einer (auch nahrhaften) Besichtigung des wegen seiner Glasarchitektur kontrovers diskutierten Neubaus der NordLB am Ägi ein und Frd. Pohlhausen gestaltete zusammen mit Frd. von Lenthe mit einem niveauvollen Programm den Großen Kaminabend in den Räumen der VGH.

Mut bewiesen hat der Club mit der Realisierung des Vorschlags von Frd. Beigel, mit unseren Damen einen Besuch in der forensischen Psychiatrie des Landeskrankenhauses in Moringen zu wagen, ein Experiment, das von den Beteiligten als sehr gelungen empfunden wurde.

Auf eine weitgehend durchgeplante Clubreise, die vor dem Hintergrund der zu erwartenden Osterweiterung der EU in das deutsch-polnische Grenzgebiet um Görlitz und den Muskauer Park führen sollte, wurde schließlich aus Terminfindungsgründen vor allem wegen der Einladung unseres franz. Partnerclubs Domont-Ecouen nach Rouen aus Anlass des 20jährigen Bestehens unserer Partnerschaft - wenn auch schweren Herzens - verzichtet. Das Jubiläumstreffen, an dem allein wir mit 27 Teilnehmern erschienen, hat dann auch zu einer nachhaltigen Wiederbelebung der Partnerschaft und der Festigung der Freundschaft zwischen den Familien geführt.

Um die Freundschaft innerhalb des Clubs auch ohne "große" Clubreise zu stärken, haben wir gern das Angebot von Frd. von der Wroge angenommen, uns seine Heimat, die Heidmark um Walsrode, näher zu bringen. An einem herrlichen Septembertag haben wir zusammen mit unseren Damen und einigen Kindern u.a. den Grundlosen See umwandert, eine Kutschfahrt durch die Heidelandschaft mit Picknick im Walde unternommen, den Vogelpark und das Lönsgrab besucht und schließlich einem Orgelkonzert in der Kirche zu Stellichte gelauscht.

Die traditionelle und gut besuchte Herbstwanderung führte uns in den landschaftlich reizvollen Bereich zwischen Solling und Weserbergland und hatte als begeleitenden Höhepunkt nach der Teilnahme an der allabendlichen Andacht eine kenntnisreiche Führung durch die eindrucksvolle Klosterkirche in Bursfelde.

Durch Vermittlung von Frd. Haferkamp war es möglich, nicht nur dem Laserzentrum einen Besuch zu machen, sondern im Rahmen eines ganztägigen Ausflugs die Waggonfabrik Alstom LHB und das Stahlwerk der Salzgitter AG sowie im Rahmen eines Meetings den Wellenkanal des Franzius-Instituts unserer Universität zu erleben. Dabei wurden wir mit Technologien bekannt gemacht, zu denen sonst nur schwierig Zugang zu erlangen ist.

Im Bereich der Gemeindienstaktivitäten haben wir nach intensiver Diskussion dem Wunsch von R.I. entsprochen, durch eine Sonderspende von 100 €/$ pro Mitglied zum 100jährigen Bestehen von Rotary im Zusammenwirken mit der WHO, WTO, UNESCO und der Gates-Stiftung einen namhaften fmanziellen Beitrag zur endgültigen Ausrottung der Polio in der Welt zu leisten und haben mit dazu beigetragen, dass unser Distrikt innerhalb Deutschlands insoweit eine Spitzenposition einnehmen konnte.

Wir haben darüber hinaus die Schwierigkeiten bei der Restaurierung des "Bödeker-Engels" vom Engesohder Friedhof ausgeräumt und insbesondere mit Hilfe unseres Fördervereins verschiedene Aktivitäten mit namhaften Beträgen unterstützt, darunter allein das Projekt "Hilfe für Kinder suchtkranker Familien" mit rd. 15.000 €.

Das Jahr wäre - jedenfalls für unseren Club - nicht vollständig gewesen ohne - die traditionelle Adventfeier in der Kirche in Lenthe, die von Frd. Böttcher trotz seiner mehr als 80 Jahre wieder sehr eindrucksvoll gestaltet wurde; für das anschließende Kaffeetrinken waren wir erstmals in ein gemütlicheres Lokal in Gestalt des Benther Berg-Hotels umgezogen.
-die Feuerzangenbowle in der Alten Mühle, wie immer von Frd. Stang organisiert.

Nicht unerwähnt bleiben soll, dass in diesem Jahr die Weichen dafür gestellt wurden, dass - nach Frd. Christiansen (1991/92) - mit Frd. Goehrmann 2005/06 von unserem Club erneut der Governor des Distrikts 1800 gestellt (werden) wird!

Wenngleich das Ableben unserer langjährigen Freunde Feuerhake und Krause menschlich nicht zu schließende Lücken hinterlassen hat, konnte ich infolge der Aufnahme der Freunde Borchers, Ostendorf, Drees und Obermann sowie der Übernahme der reisenden Rotarier Schwarz und Noth in unseren Club bei der Ämterübergabe - unter Berücksichtigung des beruflich bedingten Wechsels von Frd. Röntgen zum RC Bückeburg - meinem Nachfolger nach einem harmonisch und im rotarischen Sinne erfolgreich verlaufeneo Jahr einen "Bestand" von 74 Mitgliedern übergeben.

Dabei erschien es mir bemerkenswert, dass sich die Altersspanne unserer aktiven rotarischen Freunde von recht jungen 35 Jahren bis zu respektablen 90 Jahren erstreckte: Ein überaus lebendiger Club, dem ich wünsche, dass möglichst viele in ihm auch weiterhin den besten Club der Welt sehen!

Rolf Peter Minnier