Cora-Jeanette Hermenau

Präsidentenbericht 2012/2013

Wie fing es an, mein rotarisches Jahre als Präsidentin des schönsten Clubs der Welt? Uneingeschränkt schön! Draußen herrschte zwar nicht das eigentlich bestellte wunderbare Frühsommerwetter, das wir uns alle gewünscht hatten, denn es nieselte und war windig.

In der Werkstatt von Freund Hartmut Stielow, in der unsere Ämterübergabe stattfand, war es aber besonders schön, wir haben viel gelacht und hatten Freude im Gespräch, lauschten der wunderbaren Musik unserer rotarischen Freundin Lucja Madziar und ich war sehr stolz, die erste weibliche Präsidentin des Rotary Club Hannover-Leineschloss zu sein.

Voller Spannung bin ich in das rotarische Jahr gestartet und ich kann sagen, auch jetzt rückblickend mit etwas Abstand, es war eine ereignisreiche mir den Club sehr nahe bringende Zeit.

Unser Vorstand hatte sich für sein Jahr das Motto „Wertschätzung im Alltag – gelebte Verständigung“ gegeben. Damit wollten wir den Blick nach innen richten und die gelebte rotarische Freundschaft, die auf Toleranz und Verständnis basiert, besonders hervorheben.

Die Vortragswartin, Freundin Anke Merscher-Schüler, hat sich bei der Wahl der Vorträge von diesem Motto leiten lassen und so haben wir eine Reihe von Vorträgen gehört, die sich auf vielfältige Weise mit dem menschlichen Zusammenleben befasst haben und tiefe Einblicke in andere Kulturen oder andere Glaubengemeinschaften gewährt haben.

Wir haben durch das besondere Engagement unseres Freundes Helmut Geldmacher ein sehr schönes Matching Grant Projekt ins Leben rufen können. In Peru gibt es nun ein von Vinzentinerinnen betriebenes Gäste- und Fürsorgehaus, das Hilfe Suchenden Obdach bietet und das durch unsere Mitwirkung entstanden ist.

Es hat eine große Zahl von Veranstaltungen gegeben.

So haben wir zum Volkstrauertag einen Musikabend „Sag mir, wo die Blumen sind“ in der Jakobikirche in Kirchrode durchgeführt, zum Gedenken an die Opfer des letzten Krieges.

Insgesamt war es ein sehr geselliges Jahr.

Eine höchst humoristische Führung durch das Landgestüt in Celle hat uns ebenso viel Freude gebracht, wie der interessante Vortrag des Freundes Enste aus dem Club Langenhaben - Wedemark zum Thema „Puccini“.

Wir haben die Brauerei der rotarischen Freundin Betz vom Rotary Celle - Schloss besichtigt und natürlich dort auch Bier verkostet und wir haben eine Clubreise in das wunderbare Münsterland gemacht. Für mich, die ich in Münster studiert habe, war es ein von lieben Freunden begleiteter Ausflug in die Vergangenheit.

Gleich nach unserer Ankunft sind wir vom Oberbürgermeister der Stadt Münster empfangen worden, der uns in den Friedensaal im Rathaus geführt und uns höchst unterhaltsam die Geschichte der Stadt nahe gebracht hat. Die Stadt Münster hatte sich extra geschmückt, natürlich nur unseres Besuches wegen und nicht etwa wegen des Besuchs vom Helmut Schmidt, der an diesem Tag den Friedenspreis der Stadt erhielt.

Von Münster haben wir einen Abstecher in das Münsterland gemacht und das Schloss Harkotten besichtigt. Hier lebt die Designer Familie Sieger. Wir waren tief beeindruckt durch die ästhetische, sehr stilvolle Innenarchitektur des Schlosses, den guten Zustand des Gebäudes und den schönen Park.

Wir haben eine Stadtführung erlebt, die die unterschiedliche Architektur in Münster zum Thema hatte und wir konnten in den großartigen Geschäften der Stadt etwas für die Belebung der Konjunktur tun.

Am Rückreisetag haben wir Burg Hülshoff besucht und viel über das Leben von Annette von Droste Hülshoff erfahren. Unsere letzte Station war der Wallfahrtsort Telgte. Nach einem letzten gemeinsamen Mittagsessen in Ladbergen in einem von einem rotarischen Freund geführten historischen Gasthof waren wir am Sonntagabend zurück in Hannover.

Die Herbstwanderung hat uns nach Bückeburg und in das Weserbergland geführt. Unsere Freundin Annette Richter hat uns in einem Steinbruch mit ihrem großen geologischen Wissen beeindruckt und uns innerhalb kürzester Zeit auf eine Exkursion durch die Jahrmillionen mitgenommen.

Am zweiten Adventssonntag haben wir uns, wie in jedem rotarischen Jahr, zu unserer Adventsfeier in der schönen Kirche in Lenthe getroffen und in der sonst hektischen Vorweihnachtszeit besinnliche Stunden erlebt.

Und auch in meinem rotarischen Jahr gab es die traditionelle Feuerzangenbowle mit lustigen Vorträgen der rotarischen Freunde und es gab Kaminabende. Jedes Vorstandsmitglied war Gastgeber eines Kaminabends und hatte Freunde zu Gast.

Im letzten Quartal des rotarischen Jahres haben wir auf Einladung von Freund von der Wroge einen sehr informativen, von großzügigen Gastgebern gestalteten Abend im Gebäude der Mecklenburgischen Versicherung und so einen wunderbaren 5. Montag erlebt.

Am letzten Montag im Juni 2013 habe ich dann dieses schöne Amt, dankbar für alles, was ich in diesem Jahr erleben durfte, an unseren Freund Jochen Hellermann weitergereicht. Und auch das war, wie der Anfang des rotarischen Jahres, wieder schön.

Cora-Jeanette Hermenau